Das Wochenende des 28.10.-29.10.2011 stellte sich als sehr übungsintensives
Wochenende dar.
Am Freitag, 28.10.2011 startete der 1. Zug mit einer Zugsübung.
Hier wurde genau auf die richtige Handhabung und Verwendung des
hydraulischen Rettungssatzes (Spreitzer, Schere und Zylinder) eingegangen,
die 2. Gruppe beschäftigte sich mit den Hebekissen.
Die Übung war so vorgesehen, dass jeder in Ruhe mit dem Gerät
arbeiten konnte und selbst Erfahrungen sammeln konnte. Immerhin
wird der hydraulische Rettungssatz bei Verkehrsunfällen mit
eingeklemmten Personen immer benötigt, somit sollte auch jeder,
und vor allen Dingen auch jene Feuerwehrmitglieder die "nur"
den B-Schein haben, mit dem Gerät umgehen können, da ja
auch im KRF-B ein Rettungssatz an Bord ist. Dabei wurde auch die
richtige Vorgehensweise bei eingeklemmten Personen in Fahrzeugwracks
besprochen, und dann auch praktisch umgesetzt.
Auch die Hebekissen wurden mit einer anderen Gruppe an diesem Tag
beübt. Oft als stiefmütterlich im RLF-A behandelt, konnte
doch die sehr nützliche Funktion der Hebekissen herausgestrichen
werden und für jedermann beübt werden.
Im Anschluß an die beiden unterteilten Übungsszenarien
wurde noch einmal im Schulungsraum die Handhabung der neuen digitalen
Funkgeräte gelehrt.
Die Übung stand ganz unter dem Motto: "Learning by doing"
und so hatte jeder Übungsteilnehmer die Möglichkeit die
Geräte genauestens unter die Lupe zu nehmen um Erfahrungen
zu sammeln.
Am Samstag, 29.10.2011 wurde es dahingehend interessanter, da eine
UA-übergreifende Übung am Tagesplan stand.
Unsere Nachbarfeuerwehr auf der B4 (Seitzersdorf-Wolfpassing)
veranstaltete eine UA-Übung des Unterabschnitts Hausleiten
im Ort und lud dazu auch die FF-Niederrußbach ein.
Bei der Übung handelte es sich um zwei Übungsannahmen.
Zum ersten Einsatz, der sich als Brandeinsatz herausstellte, wurde
der gesamte Unterabschnitt gerufen. Zur Brandbekämpfung wurde
ebenfalls die FF-Stockerau mit Drehleiter und Großtanklöschfahrzeug
angefordert.
Beim Eintreffen am Übungsort für das zweite Übungsszenario
bot sich der FF-Niederrußbach das Bild eines Verkehrsunfalls.
Ein Teil der vor Ort beim Brandeinsatz befindlichen Feuerwehren
wurde zum technischen Einsatz abkommandiert.
Die FF-Niederrußbach traf diese dort an und konnte unter
Mithilfe aller das Unfallszenario schnell abwickeln.
Übungsannahme: 2 Fahrzeuge waren auf eisglatter Fahrbahn
von der Straße abgekommen, in einen Regenwasserschacht gestürzt
und übereinander zu liegen gekommen, dabei wurde der Fahrer
des unteren Fahrzeuges komplett eingeklemmt, der Fahrer des oberen
Fahrzeuges wurde leicht eingeklemmt!
Die FF-Niederrußbach konnte mit Hilfe des hydraulischen
Rettungsgerätes das Eindrücken des unteren Fahrzeuges
zu allererst verhindern, danach konnte der Fahrer aus dem oberen
Fahrzeug gerettet werden und das Fahrzeug mit dem Kran weggehoben
werden. Danach konnte auch die Person im unteren Fahrzeug gerettet
werden.
Ein Wochenende mit wichtigem Inhalt. Die der Feuerwehr zur Verfügung
stehenden Einsatzmittel die großteils immer auf dem neuesten
Stand der Technik sind müssen beübt werden, damit diese
im Einsatzfall richtig benutzt werden können und um den betroffenen
Opfern und der Bevölkerung der Gemeinden helfen zu können.
An dieser Stelle möchten wir uns bei unserer Nachbarfeuerwehr
Seitzersdorf/Wolfpassing ganz herzlich für die hervorragende
Ausarbeitung dieser Übung bedanken. Die Zusammenarbeit hat
hier wieder einmal wie immer hervorragend funktioniert.
Im Anschluß an die Übung und die Übungsbesprechung
wurden alle anwesenden Einsatzkräfte noch entsprechend kulinarisch
versorgt!